Baufinanzierung - Individuellen Hauskredit finden

Persönliche Baufinanzierung berechnen mit dem Zinsrechner

Mit der passenden Baufinanzierung in die eigenen vier Wände

Sie möchten eine Immobilie bauen, kaufen oder sanieren und suchen nach der passenden Finanzierung? Ein Immobilienkauf ist ein großes finanzielles Vorhaben und sollte gut überlegt sein. Bei der Baufinanzierung gibt es keine standardisierten Angebote. Das Angebot sollte auf Ihre persönlichen Ansprüche und Bedürfnisse zugeschnitten sein. Um das richtige Angebot und die passende Bank zu finden, informieren Sie sich umfassend im Vorfeld. Nutzen Sie unseren Baufinanzierungsrechner für die Berechnung Ihres persönlichen Zins und möglicher Tilgungsraten. Mit nur wenigen Angaben, erhalten Sie einen Überblick wie der Zinssatz für Ihr Baudarlehen aussehen kann. Vermeiden Sie jedoch vorschnelle Entscheidungen und verzichten Sie keinesfalls auf eine kompetente Beratung. Zu alle Fragen über Zinsbindung, Tilgung und Beleihungsgrenzen stehen Ihnen unsere Kreditberater als kompetente Ansprechpartner beratend zur Seite. Gern beraten wir Sie auch persönlich vor Ort.

Hauskredit mit krefindo

Wir vergleichen für Sie unverbindlich die Kreditzinsen verschiedener Banken und Sie erhalten Ihren individuellen Finanzierungsvorschlag.

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Das Wichtigste auf einen Blick

Informieren Sie sich bereits vorab zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema Baufinanzierung. Die wichtigste Frage: Wie viel Haus kann ich mir leisten? Ermitteln Sie mit Hilfe eines Haushaltsplans, welcher Betrag monatlich für die Rückzahlung des Hauskredits zur Verfügung steht. Kalkulieren Sie realitisch.

Das Thema Baufinanzierungen ist sehr komplex. Die Ideallösung für alle gibt es nicht. Daher sollten Sie auf eine umfangreiche und individuelle Beratung nicht verzichten. So vermeiden Sie Fehler bei der Finanzierung und finden den Hauskredit, welcher wirklich zu Ihrer finanziellen Situation passt.

Bei der Suche nach dem passenden Hauskredit, können online Zinsrechner den Vergleich der verschiedenen Angebote erleichtern. Baufinanzierungsrechner geben Ihnen die Möglichkeit, sich im Vorfeld umfassend über Ihre Möglichkeiten zu informieren. Der Zinsrechner zeigt Ihnen, wie Ihre persönliche Immobilienfinanzierung aussehen kann. Eine persönliche Beratung ersetzen Zinsrechner jedoch nicht.

Inhalt dieser Seite

Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Der erste Schritt in der Baufinanzierung besteht darin, Ihren persönlichen finanziellen Rahmen abzustecken. So gehen Sie sicher, dass die Finanzierung von Anfang an auf einer soliden Basis beruht. Bevor Sie Finanzierungsangebote einholen, sollten Sie wissen, welcher Betrag Ihnen monatlich für die Rückzahlung des Darlehens frei zur Verfügung steht. Bestimmen Sie Ihr monatlich frei verfügbares Einkommen.  

Monatliches Budget zur Immobilienfinanzierung ermitteln

Ermitteln Sie zuerst einmal die Höhe Ihrer derzeitigen Einnahmen und Ausgaben. Erstellen Sie anhand Ihrer Kontoauszüge einen Haushaltsplan.

Bei der Berechnung berücksichtigt werden alle Einnahmen, die ein Haushalt regelmäßig erzielt. Dazu zählen das monatliche Gehalt, Kindergeld, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und Nebeneinkünfte. Rechnen Sie nur mit Einnahmen, die nicht zeitlich begrenzt sind. Einkünfte aus befristeten Arbeitsverhältnissen oder Eltern- und Erziehungsgeld sollten Sie nicht in Berechnung einbeziehen. Fallen diese Zahlungen weg, sind Sie möglicherweise nicht mehr in der Lage die monatlichen Raten zu bedienen.

Von den Einnahmen werden alle monatlichen Ausgaben abgezogen. Berücksichtigen Sie sämtliche Ausgaben für Lebenshaltung, Wohnnebenkosten wie Strom, Wasser, Heizung, und Abfallgebühren, ebenso Ausgaben für Bildung und Freizeit. Die Ausgaben sollten realistisch veranschlagt werden, auf keinen Fall zu niedrig. Beachten Sie dabei, dass sich Ihre Ausgaben als Immobilienbesitzer gegenüber den Ausgaben als Mieter verändern. Beispielsweise sollten Sie eine finanzielle Rücklage für Instandhaltung und Modernisierung der Immobilie zu den Ausgaben hinzurechnen. Planen Sie ebenfalls Kosten für Versicherungen ein. Eine Baufinanzierung ist mit einer Laufzeit über viele Jahre oder Jahrzehnte eine langfristige Verpflichtung. Sie sollte nicht zu knapp kalkuliert sein. Eine solide Finanzierung lässt ebenfalls ausreichend finanziellen Spielraum für sonstige Annehmlichkeiten.

Stellen Sie Ihre Einnahmen Ihren Ausgaben gegenüber. Sie erhalten Ihr frei verfügbares Einkommen. Das ist der Betrag, welcher Ihnen für die Rückzahlung Ihrer Baufinanzierung monatlich zur Verfügung steht.

Monatliche Kreditrate und maximale Kreditsumme berechnen

Monatliche Kreditrate berechnen

Anhand Ihres monatlichen Budgets können Sie nun die monatliche Kreditrate bestimmen. Die Kreditrate sollte realistisch kalkuliert werde. Beachten Sie, dass sich Ihre Einnahmen und Ausgaben auch im Laufe der Zeit verändern können. Verwenden Sie daher nicht Ihr gesamtes frei verfügbares Einkommen für die Kreditrückzahlung. Die monatliche Rate sollte etwa zehn Prozent unter ihrem verfügbaren Budget liegen. Es gilt lieber vorsichtig zu kalkulieren, um die monatlichen Raten auch dann regelmäßig leisten zu können, wenn das Einkommen für eine Weile geringer ausfällt.

 

Maximale Kreditsumme ermitteln

Überlegen Sie sich über wie viele Jahre Sie den Hauskredit zurückzahlen möchten. Anhand der monatlichen Kreditrate können Sie entsprechend der gewünschten Laufzeit nun den gesamten Kreditbetrag berechnen, welche Sie sich zur Finanzierung Ihrer Immobilie leisten können. Setzen Sie das Budget für die Immobilie nicht zu hoch an, so dass Sie keinen finanziellen Spielraum mehr haben. Unvorhergesehene Reparaturen sollten jederzeit bezahlbar bleiben. Tipp: Wählen Sie die Kreditlaufzeit so, dass Ihr Hauskredit bis zum Eintritt ins Rentenalter abgezahlt ist.

Hauskredit - So einfach geht's

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Informieren

Informieren Sie sich vorab zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema Hauskredit.

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Kreditbedarf ermitteln

Ermitteln Sie Ihren persönlichen Kreditbedarf und welcher Betrag Ihnen monatlich für die Kreditrückzahlung zur Verfügung steht.

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Beraten lassen

Baufinanzierungen sind ein sehr komplexes Thema. Vermeiden Sie teure Fehler. Lassen Sie sich kompetent beraten.

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Vergleichen

Vergleichen Sie verschiedene Angebote und wählen Sie das für Sie beste Angebot aus.

Eigenkapital ansparen lohnt sich

Das Eigenkapital spielt bei der Immobilienfinanzierung eine entscheidende Rolle. Je mehr eigene Ersparnisse Sie in die Finanzierung einsetzen, desto niedriger fällt die Kreditsumme aus, welche Sie über die Bank finanzieren müssen. Ihr eigenes Risiko ist demnach geringer, je mehr Eigenkapital Sie einbringen. Auch Banken und Sparkassen sehen Eigenkapital sehr gern. Je mehr, desto besser. Das Risiko ist bei ausreichend privaten Rücklagen auch für die Bank geringer. Dementsprechend erhalten Sie als Kreditnehmer bessere Konditionen für Ihren Hauskredit. In der Regel gilt, je mehr Eigenkapital Sie in die Finanzierung einbringen, desto besser sind die Zinskonditionen. Sie sollten mindestens 20 Prozent als Eigenkapital in die Baufinanzierung einbringen. Anderenfalls steigen die Bauzinsen erheblich.  

Oft verfügen Bauherren über ein größeres finanzielles Polster als anfänglich gedacht. Zum Eigenkapital zählen nicht nur Guthaben von Tages und Festgeldkonten. Neben Bausparguthaben werden auch Lebensversicherungen und Wohnriester-Verträge berücksichtigt. Auch Eigenleistungen werden als Eigenkapital bei der Baufinanzierung angerechnet. Wichtig ist, dass Ihr Geld für den Hauskauf auch wirklich verfügbar ist.

Es ist nicht ratsam, Ihr gesamtes angespartes Eigenkapital in die Baufinanzierung einzubringen. Beachten Sie, dass vor allem die Kaufnebenkosten für Notar und Grunderwerbssteuer meistens nicht über die Finanzierung abgedeckt werden können. Hier müssen Sie auf Ihr Eigenkapital zurückgreifen.Während dem Bau oder nach dem Kauf der eigenen Immobilie können jederzeit weitere Ausgaben anfallen. Daher sollten immer ausreichende Rücklagen verfügbar bleiben, um unvorhergesehene Ausgaben abdecken zu können.

Bestandteile der Baufinanzierung

Kreditkonditionen sind nicht für jeden Kreditnehmer gleich. Welcher Haukredit oder welche Immobilienfinanzierung für den Einzelnen die passende Wahl ist, hängt von der individuellen Lebens- und Einkommenssituation sowie von den Wünschen und Bedürfnissen ab. Die Eckpfeiler jeder Baufinanzierung fassen wir hier zusammen. Es empfiehlt sich folgende Fachbegriffe zu kennen:

Darlehensbetrag

Der Darlehensbetrag ist jener Betrag, den der Hauskäufer als Kredit bei einer Bank aufnehmen muss, um die Immobilie zu erwerben. Dieser entspricht nicht zwangsläufig dem Kaufpreis. Er berechnet sich aus den Gesamtkosten abzüglich dem zur Verfügung stehenden Eigenkapital. Bei der Baufinanzierung ist es wichtig, dass man alle Kostenfaktoren berücksichtigt, die mit dem Immobilienerwerb daherkommen. Nicht nur der Kaufpreis ist entscheidend. Bei der Kostenaufstellung sollten sämtliche Kaufnebenkosten in die Kalkulation einfließen. Notarkosten und Grunderwerbssteuer sind ebenso zu berücksichtigen, wie eventuelle Sanierungskosten.

Sollzinsbindung

Unter Sollzinsbindung versteht man in der Baufinanzierung den Zeitraum, in dem die Zinsen unveränderlich bleiben. Bei Abschluss der Finanzierung wird der Sollzinssatz über einen vorab vereinbarten Zeitraum festgelegt. In der aktuellen Niedrigzinsphase empfiehlt es sich eine möglichst lange Zinsbindung. So sichern Sie sich langfristig die kleinen Zinsen. Ist hingegen mit fallenden Zinsen zu rechen, sollten Sie eine möglichst kurze Sollzinsbindung vereinbaren.

Anfangstilgung

Bei einem üblichen Hauskredit wird eine feste monatliche Rate vereinbart, die sich aus einem Zins- und einem Tilgungsteil zusammensetzt. Die Anfangstilgung sagt aus, wie viel Prozent der Kreditsumme der Darlehensnehmer im ersten Jahr zurückzahlt.  Neben den Zinsen, ist der Tilgungssatz entscheidend bei der Baufinanzierung. Denn je schneller Sie Ihren Kredit tilgen, desto schneller ist der Hauskredit zurückgezahlt. Dementsprechend weniger Zinsen zahlen Sie über die gesamte Laufzeit. Die Anfangstilgung sollte also nicht zu gering angesetzt werden. Sie tilgen so anfangs nur sehr wenig von der gesamten Kreditsumme und zahlen letztendlich deutlich mehr Zinsen. Setzen Sie die Tilgung aber auch nicht zu hoch an um sich nicht zu überlasten.     

Sondertilgung

Bei Sondertilgungen handelt es sich um außerplanmäßige Rückzahlungen über die vereinbarte monatliche Tilgung hinaus. Diese Sonderzahlungen geben dem Kreditnehmer die Möglichkeit, die vereinbarte Laufzeit der Immobilienfinanzierung zu verkürzen und so die Kreditkosten insgesamt zu senken. Werden in Zukunft außerplanmäßige Geldbeträge erwartet, beispielsweise durch eine Erbschaft oder Bonuszahlungen, kann der Kreditnehmer durch Sondertilgungen jährlich zwischen fünf und zehn Prozent des Darlehenswertes zurückzahlen.

Die häufigsten Fehler bei der Baufinanzierung

Eigene finanzielle Situation überschätzt 

Viele Hauskäufer schätzen Ihre finanzielle Situation nicht richtig ein und überschätzen sich. Sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben sollten vollständig und realistisch sein. Seien Sie an dieser Stelle ehrlich zu sich selbst. Es bringt nichts, wenn Sie Ihre Finanzen schön rechnen. Ihr Einkommen muss nicht nur für die monatlichen Raten ausreichen. Die Immobilie muss unterhalten werden. Auch eine Rücklage für eventuelle Instandhaltungen müssen Sie berücksichtigen. Rechnen Sie nur mit Einnahmen, welche Ihnen auch wirklich über die gesamte Kreditlaufzeit zur Verfügung stehen. Unterschätzen Sie die Ausgaben, laufen Sie Gefahr, dass Sie die monatlichen Raten nicht mehr zahlen können. Im schlimmsten Fall, müssen Sie Ihr Haus verkaufen.

Zu viele bestehende Kredite

Bereits bestehende Ratenkredite und zu viele laufende Ratenzahlungen können eine Finanzierung platzen lassen. Banken betrachten immer den Gesamtverschuldungsgrad. Kredite wirken sich negativ auf Ihre Bonität aus. In der Regel erhalten Sie schlechtere Zinskonditionen. Sind Ihre Ratenzahlungen zu hoch, kann es sogar sein, dass Sie gar keine Finanzierung bekommen. Überprüfen Sie rechtzeitig Ihre persönliche Kreditsituation. Zahlen Sie Kredite vorher ab oder versuchen Sie mehrere Kredite zu einem Kredit zusammenzufassen. Erfahren Sie mehr zum Thema Umschuldung.

Kosten nicht richtig abgeschätzt

Finanzierungen geraten oft in Schieflage, wenn nicht wirklich sämtliche Kosten, die mit dem Bau oder Kauf der Immobilie verbunden sind, in die Kalkulation mit einbezogen wurden. Es ist nicht nur der reine Kaufpreis zu zahlen. Allein die sogenannten Kaufnebenkosten für Notar und Grundbuch, Grunderwerbssteuer und Maklerprovision schlagen mit zusätzlichen 15 Prozent des Kaufpreises zu Buche. Darüber hinaus sollten Sie einen finanziellen Puffer nicht vergessen. Planen Sie für Unvorhergesehenes mindestens 10 Prozent der Gesamtsumme ein. Erwerben Sie eine sanierungsbedürftige Immobilie, bauen selbst oder lassen Ihr Traumhaus erst bauen, ist es noch schwieriger, die Kosten der Immobilie richtig einzuschätzen. Bauarbeiten verzögern sich in der Regel fast immer. Dies führt zu weiteren zusätzlichen Kosten. Ihr Umzug kann sich verzögern, so dass Sie länger Miete zahlen müssen. Ebenso können Bereitstellungszinsen an die Bank anfallen. Die Zinsen zahlen Sie dafür, dass die Bank Ihnen das Darlehen zum Abruf bereitstellt. Wichtig, vereinbaren Sie bei Kreditabschluss eine möglichst lange bereitstellungsfreie Zeit.

Kein oder zu wenig Eigenkapital eingebracht

Das Problem vieler Baufinanzierungen: Es mangelt an Eigenkapital. Empfehlenswert sind mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten als Eigenkapital zu Verfügung zu haben. Sie sollten zumindest die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln bestreiten können. Je mehr Eigenkapital Sie einsetzen, umso besser. Einerseits, ist der Betrag, den Sie über eine Bank finanzieren müssen, geringer. Andererseits, erhalten Sie bei einem hohen Anteil Eigenkapital einen besseren Zinssatz. Schauen Sie daher rechtzeitig nach Möglichkeiten Ihr Eigenkapital zu erhöhen.

Zu niedrige Monatsrate angesetzt

Bei dem klassischen Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Rate für den Darlehensnehmer über die gesamte Laufzeit gleich. Dabei setzt sich die Monatsrate aus Zinsen und Tilgung zusammen. Bei niedriger Zinsen zahlen viele Kreditnehmer sehr geringe monatlichen Raten. Das Problem: Sie tilgen dadurch auch nur wenig von der eigentlichen Kreditsumme. Insgesamt werden Sie also deutlich mehr Zeit benötigen um das Darlehen zurückzuzahlen. Profitieren Sie vor allem bei niedrigem Zinsniveau und wählen anfangs einen höheren Tilgungssatz. Sie sollten mindestens eine Tilgung von 2 bis 3 Prozent der Kreditsumme pro Jahr anstreben. So bleiben die Monatsraten bezahlbar und Sie tilgen einen angemessenen Anteil. Gut zu wissen: Hohe Tilgungsraten werden von den Banken mit einem Zinsabschlag belohnt. Je höher die Tilgungsrate, desto niedriger ist der Zinssatz.

Zu kurze Zinsbindung gewählt

Zinsbindung bedeutet, dass Ihnen der vereinbarte Zinssatz über einen vorab festgelegten Zeitraum garantiert wird. Hier sind Zeiträume von 5 bis 30 Jahre möglich. Für viele Hauskäufer erscheint eine kurze Sollzinsbindung auf den ersten Blick attraktiv. Denn Banken verlangen in der Regel für eine längere Zinsbindung einen Zinsaufschlag. Vorab kann jedoch niemand mit Sicherheit sagen, ob die Bauzinsen in den nächsten Jahren steigen oder fallen werden. In Zeiten fallender Zinsen kann man bei kurzer Zinsbindung natürlich schneller von den aktuellen, niedrigeren Zinsen profitieren. Problematisch wird eine kurze Zinsbindung jedoch bei steigenden Bauzinsen. Steigt der Zins kurz vor Ablauf der Frist deutlich an, kann es für den Kreditnehmer schnell sehr teuer werden. Sie müssen jetzt Ihre Restschuld zu einem deutlich höheren Zinssatz weiterfinanzieren. Dieses Risiko muss jeder Kreditnehmer entsprechend seinen finanziellen Situation selbst abwägen. Die sicherste Alternative, vor allem bei niedrigen Zinsen, ist eine möglichst lange Zinsbindung, auch wenn diese einen geringen Zinsaufschlag mit sich bringt. Sollten die Zinsen nach zehn Jahren so erheblich gefallen sein, können Sie dennoch von den fallenden Zinsen profitieren. Für Immobilienkredite besteht nach 10 Jahren ein generelles Sonderkündigungsrecht. Sie können mit einer Frist von 6 Monaten den Vertrag kündigen, ohne dass Sie eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zahlen müssen.

Zusätzliche Vertragsvereinbarungen nicht verhandelt

Neben dem Zinssatz entscheiden weitere verschieden Parameter ob ein Hauskredit wirklich günstig ist. Es gibt zahlreiche Extras, welche Ihnen viel finanziellen Spielraum geben. Nicht alle, aber viele Banken bieten Kreditnehmern flexible Kreditraten an. So können Sie die monatlichen Raten entweder erhöhen oder auch senken. In finanziell schwierigen Zeiten können Sie die Kreditrate herabsetzen und gelangen so nicht in Zahlungsschwierigkeiten. In besseren Zeiten hingegen, können Sie die monatliche Rate erhöhen und tilgen so schneller Ihren Kredit. Eine weitere Möglichkeit den Hauskredit schneller zurückzuzahlen, sind Sondertilgungen. Hierbei handelt es sich um außerplanmäßige Zahlungen zusätzlich zu den monatlichen Kreditraten. Sonderzahlungen ermöglichen Ihnen die monatlichen Raten gering zu halten und gleichzeitig den Kredit früher zu tilgen. Jährliche Sondertilgungen bis zu 5 Prozent der Kreditsumme sind bei vielen Banken ohne Aufschlag möglich. Bei anderen Kreditinstituten sind Sondertilgungen in den Verträgen nicht vorgesehen. Achten Sie bei der Auswahl des Kreditgebers auf die Möglichkeiten der außerplanmäßigen Rückzahlungen. Verhandeln Sie vertragliche Extras generell vor Vertragsabschluss. Den Vertrag im Nachhinein anzupassen, gestaltet sich in der Regel schwieriger.

Erstbestes Angebot angenommen

Die Baufinanzierung ist für viele Menschen die größte Investition Ihres Lebens. Dementsprechend sorgfältig sollte sie geplant werden. Nehmen Sie sich die Zeit und lassen Sie sich zu keiner voreiligen Entscheidung drängen. Durch den Vergleich verschiedener Angebote können Sie viel Geld sparen. Holen Sie sich, neben dem Angebot Ihrer Hausbank, weitere Angebote ein. Nur so bekommen Sie auch einen Einblick, was in der Baufinanzierung alles möglich ist. Ist Ihnen das zu aufwändig, beauftragen Sie einen spezialisierten Kreditvermittler. Diese haben Zugriff auf die Kreditkonditionen der meisten regionalen und überregionalen Banken.

Förderungen nicht in Anspruch genommen

Bund und Länder halten zahlreiche Fördermittel für Hausbau und Hauskauf bereit. Bauherren können Tilgungszuschüsse und günstige Kredite für beispielsweise energieeffizientes Bauen in Anspruch nehmen. Die Länder unterstützen Familien mit Kindern zinsverbilligten Darlehen. Neben KfW- Krediten, Riesterrente und Baugeld, gibt es zahlreiche Förderprogramme. Informieren Sie sich auch über die Förderbedingungen in Ihrer Gemeinde. Noch immer verschenken Bauherren an dieser Stelle viel Geld. Viele Förderungen werden unwissend nicht in Anspruch genommen. Wer sich rechtzeitig informiert, kann hier mehrere Tausend Euro sparen.

Nicht ausreichende Absicherung

Die Baufinanzierung sollte solide sein und in schwierigen Zeiten nicht ins Wanken geraten. Damit dies nicht geschieht, gehört zu einer gut geplanten Baufinanzierung auch eine entsprechende Absicherung gegen finanzielle Schäden und Verluste. Auch hier gilt, die Absicherung sollte entsprechend den individuellen Vorstellung und Bedürfnissen des Kreditnehmers abgeschlossen werden. Eine umfangreiche Beratung hilft die einzelnen Risiken abzuwägen und entsprechend zu versichern. Mit einer Bauherrenhaftpflicht- und Bauleistungsversicherung schützen Sie sich und Ihr Haus während der Bauphase. Eine Wohngebäudeversicherung wird jede finanzierende Bank von Ihnen verlangen. Lassen Sie sich beraten gegen welche Gefahren Sie sich absichern sollten.

Top Zinsangebote

Anschlussfinanzierung

Was ist eine Anschlussfinanzierung?

Bei den meisten Immobiliendarlehen läuft die Sollzinsbindung nach 5, 10 oder 15 Jahren aus. Nach Ablauf der Sollzinsbindung ist jedoch in den meisten Fällen noch nicht der gesamte Hauskredit zurückgezahlt. Um die verbleibende Restschuld zu tilgen, benötigen Sie einen neuen Kredit – die sogenannte Anschlussfinanzierung. Die Eckdaten des Hauskredits bleiben weitgehend bestehen. Die Kreditkonditionen werden jedoch neu verhandelt und die Monatsraten können an die persönliche finanzielle Situation angepasst werden. Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen für die Anschlussfinanzierung zur Verfügung.

 

Prolongation

Bei einer Prolongation verlängern Sie die bereits bestehende Baufinanzierung bei Ihrer jetzigen Hausbank. Die Zinsen und Tilgungsraten werden lediglich der aktuellen Marktsituation angepasst. Spätestens drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung erhalten Sie in der Regel automatisch ein neues Angebot Ihrer jetzigen Bank für eine Anschlussfinanzierung. Prüfen Sie die neue Zinsvereinbarung. Genau wie bei der Erstfinanzierung, sollte das Angebot zu Ihrer aktuellen finanziellen Situation passen. Selbst wenn Sie bei Ihrer jetzigen Bank verbleiben möchten, gehen Sie nicht vorschnell ohne zu vergleichen auf das Angebot Ihrer Bank ein. Ihre Hausbank ist interessiert daran, Sie als Kunde zu behalten. Ein Vergleichsangebot kann Ihnen dabei helfen, die Kreditkonditionen zu verbessern. Es lohnt sich rechtzeitig vorher Angebote anderer Banken einzuholen und spätestens drei Monate vor Ende der Zinsbindungsfrist mit Ihrer jetzigen Bank zu sprechen.

Eine Verlängerung des Darlehens bei der Hausbank ist definitiv der einfachste und schnellste Weg. Es muss kein neuer Kreditantrag gestellt werden. Sie erhalten ein neues Kreditangebot meist ganz automatisch. Alle Unterlagen liegen der Bank bereits vor und eine erneute Bonitätsprüfung ist meistens nicht notwendig. Die Grundschuld muss im Grundbuch ebenfalls nicht umgeschrieben werden. Grundbuch- und Notarkosten entfallen also bei einer Prolongation. 

 

Umschuldung

Sobald die Zinsbindung entfällt, sind Sie nicht weiterhin an Ihre jetzige Bank gebunden. Sie können Ihr bestehendes Darlehen bei jedem anderen Kreditanbieter umschulden. Denn Sie sind auch für andere Banken ein attraktiver Kunde. Über Jahre haben Sie Ihre Kreditraten ordnungsgemäß gezahlt. Ein Teil der Schulden ist bereits abgezahlt und der Wert Ihrer Immobilie ist in der Regel gestiegen. Gute Argumente für die Verhandlung Ihrer Anschlussfinanzierung. Finden Sie bei einer anderen Bank ein besseres Angebot, können Sie das Kreditinstitut wechseln. Mit Ende der Zinsbindung entfällt auch die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung an die Hausbank. Holen Sie sich rechtzeitig, schon sechs bis zwölf Monate vor Ablauf der Zinsbindungsfrist, Angebote anderer Banken ein. So vermeiden Sie, dass Sie unter Zeitdruck geraten und haben genug Zeit, die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Umschuldung.

Der bürokratische Aufwand ist bei einer Umschuldung etwas höher. Ebenso wie beim Erstantrag müssen sämtliche Unterlagen für eine erneute Bonitätsprüfung bei dem neuen Anbieter eingereicht werden. Erst nach Prüfung der Unterlagen, erhält der Kreditnehmer eine erneute Kreditzusage und einen neuen Kreditvertrag. Dennoch lohnt sich der Aufwand. Eine Ersparnis von mehreren Tausend Euro ist möglich. Die Ablösung des alten Huaskredits verläuft in der Regel problemlos. Die neue Bank informiert die Hausbank über die Ablösung des Kredits. Die Restschuld wird direkt von der neuen Bank an die jetzige Bank überwiesen und die bestehende Grundschuld wird von der neuen Bank übernommen. Die Kosten für die Grundschuldabtretung trägt der Kreditnehmer. Die Kosten sind mit 0,1 bis 0,2 Prozent des Grundschuldbetrages jedoch sehr gering.

 

Forward-Darlehen

In Zeiten niedriger Zinsen können Sie sich schon frühzeitig vor Ende der Zinsbindungsfrist die günstige Zinsen für Ihre Anschlussfinanzierung sichern. Hier empfiehlt sich ein sogenanntes Forward- Darlehen. Bei einem Forward-Darlehen handelt es sich um einen gewöhnlichen Anschlusskredit. Der Unterscheid: Der Darlehensvertrag kann bis zu 60 Monate vor Ablauf der Zinsbindungsfrist unterschrieben werden. Die Rückzahlung des Kredits erfolgt aber erst, wenn die Zinsbindung ausläuft.

Völlig kostenlos ist dies allerdings nicht. Die Banken verlangen einen Aufschlag auf den aktuellen Zins. Ein Forward- Darlehen gibt Ihnen jedoch Planungssicherheit. Sie legen bereits heute fest, wie hoch Ihr Zins nach Ablauf der Zinsbindung sein wird. Dies lohnt sich vor allem dann, wenn die Zinsen bis Ende der Zinsbindung entsprechend steigen. Ein Forward-Darlehen ist ein verbindlicher Darlehensvertrag, welchen Sie in jedem Fall abnehmen müssen. Sollten die Zinsen jedoch fallen, kann das Darlehen nur gegen die Zahlung einer Entschädigung wieder gekündigt werden.

 

Das sagen unsere Kunden

16.10.2020
Wir haben all unsere Finanzsachen in den Händen von krefindo. Die Jungs machen gute Arbeit und verstehen ihr...
Fam.Waida krefindo-Kunde
15.10.2020
Besonders gut gefallen hat uns, dass man hier wirklich individuell auf uns eingegangen ist, und es keine Beratung...
Felix krefindo-Kunde
13.09.2020
Das sich der Berater sofort meinem Problem angenommen hat und in die Bearbeitung gegangen ist. Ich kann jeder...
Homann krefindo-Kunde

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